Geführte Interaktion

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Lernbegleitung als geführte Interaktion im Alltag

Hans Sonderegger beschreibt in einem Brief an das Amt der Tiroler Landesregierung bezüglich eines Patienten seinen Therapieansatz "Lernbegleitung als geführte Interaktion im Alltag" wie folgt:

Dieses Konzept ist von mir entwickelt worden und wird in Zusammenarbeit mit Kindern und ihren Eltern, mit Erwachsenen und ihren Partnern, mit Schulen und Rehaklinken sowie durch Beachten neuer wissenschaftlicher Erkenntnissen zu Entwicklung und Lernen stets weiter entwickelt. Es basiert auf dem Entwicklungsmodell von Affolter, in deren Team ich 20 Jahre in Forschung und klinischer Arbeit mitarbeitete. Es orientiert sich an den Erkenntnissen entwicklungsneurologischer Modelle, an den Weiterentwicklungen des Bobathkonzeptes durch Davies sowie an den biomechanischen Aspekten, wie sie von Butler entdecket und durch Rolf, weiterentwickelt wurden.

Wie Sie aus beigelegtem Lebenslauf erkennen können, habe ich mich in meinem beruflichen Werdegang und in meiner beruflichen Arbeit über Jahre hinweg mit dem Begleiten schwer – und schwerstbetroffener Menschen auseinandergesetzt und mich stets weitergebildet An mehreren Kongressen im In - und Ausland habe ich das Konzept vorgestellt. Ich unterrichte es seit mehreren Jahren im Rahmen von Weiterbildungskursen für Eltern, LehrerInnen und Fachleute der Rehabilitation (u.a. auch in Österreich: Wien, Linz, Innsbruck) .

Das Konzept beinhaltet modernste Erkenntnisse zur Gestaltung von Lernangeboten für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schweren Läsionen des Gehirns und atypischer Wahrnehmung, atypischer Entwicklung bzw. atypischem Lernverhalten

 

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Schwerpunkte des Konzeptes sind

  • eine ressourcenorientierte Diagnostik durch vor allem nicht invasive Verhaltensbeobachtungen in der Lebensumwelt des betroffenen Menschendass erfolgreiches Lernen nur in bedeutsamen Situationen des alltäglichen Zusammenlebens stattfinden kann.
  • dass das Nervensystem, um beweglich und leitfähig zu sein, in sinnvollen Alltagshandlungen bewegt werden muss dass Motivation aus der Bedeutsamkeit der Aufgabe für den betroffenen Menschen entsteht.
  • dass, trotz widrigsten Beeinträchtigungen im Bereich der Körperfunktionen und trotz allen negativen Berichten aus statistischen Studien der einzelne Mensch und sein Wunsch nach Lebensqualität, nach Teilnahme am gemeinsamen Leben stets im Vordergrund zu stehen hat.